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Aktuelles

Unser Tagesausflug ins Fränkische Weinland


Es war schon wieder etwas Besonderes, wie die Germania ihren Ausflugstag nach Unterfranken und in das Fränkische Weinland gestaltet hat, so recht würdig, meine ich, und angemessen kulturvoll, wie es die meisten unserer Sänger und Gäste auch erwarten dürfen, wir haben ja schließlich aus der Vergangenheit unserer Weinfahrten gelernt. Aber nun mal der Reihe nach:

Am Samstag, den 10.09.2016, trafen sich Sänger und Reiselustige zunächst bei der AWO in der gemeinnützigen Einrichtung „Auf Draht“ um mit ihr ein Dreifachjubiläum festlich zu begehen. Es wurde in einer Festveranstaltung würdig der 70. Jahrestag des Ortsvereis Roth, das 30jäh¬rige Jubiläum des ErnstRossmeislSozialzentrums und 20 Jahre „Betreutes Wohnen“ begangen. Der MGV Germania fand sich nahezu vollzählig um 09:30 Uhr zum Einsingen ein, die Ausflügler selbstverständlich in Begleitung ihrer Ehefrauen. Es bedurfte nur einer kurzen Verständigungsprobe, sofort waren alle Stimmen justiert und „auf Draht“.

10:00 eröffnete Dieter Hättig die Veranstaltung, begrüßte seine zahlreichen namhaften Gäste und übergab dann die Ausgestaltung an den Chor. Unser Beitrag hier sollte auch ein kleines Dankeschön für die langjährige kostenfreie Nutzung unseres Probenlokales sein.

Die vier Lieder, die von der Germania präsentiert wurden, waren mit Bedacht gewählt, sicher in der Einstudierung, klang und kraftvoll dem Thema unseres Ausfluges angemessen wie das „Rheinweinlied“ oder die „Rose von Burgund“, aber auch romantisch und gefühlvoll wie „Belle Rose du Printemps“, bis wir zum Schluss noch einen derb fränkischen humorigen Ak¬zent setzen durften mit unserem „Und wenn‘s a schöinen Summer gibt…“. Das Publikum dankte es mit kräftigem Applaus und wir verabschiedeten uns in unseren bereitstehenden Bus. Besonders berührt hat mich bei diesem Auftritt, dass sich auch unser Senior Franz Unterwe¬ger in die Schar der Sänger eingereiht hat, mit seinen 91 Jahren sicher keine Selbstverständ¬lichkeit.

Unser Bus brachte uns zügig und sicher nach Schloss Schwanberg. Der dabei in Kauf genommene und von einigen Sängern spöttisch kommentierte Umweg war einer Sperrung auf der Autobahn geschuldet und hat uns am Ende noch Zeit gespart. Alles in Allem hat unser Busfahrer Martin seine Sache ausgezeichnet gemeistert.

Auf dem Schwanberg gab es zunächst eine Stärkung in Form des vorbestellten Mitta¬gessens. Meisterhaft von Roland Ettel organisiert, haben es die wenigen Bedienkräfte ge¬schafft, uns in Spitzenzeit alle zu versorgen. Das Essen war schmackhaft, die Bedienung freundlich und die Getränke erfrischend an diesem doch untypisch warmen Septembertag.

Schwester Roswitha von der Communität „Casteller Ring“ führte uns in die Geschichte und die Lebensweise ihrer klösterlichen Gemeinschaft ein. Sie wirkte dabei ausgesprochen frisch, humorvoll und lebenslustig, so dass sie uns sofort sympathisch war. In der St. Michaelskirche bedankten wir uns für die freundliche Aufnahme mit zwei geistlichen Liedern aus der russisch orthodoxen Liturgie („Kol slawen“ und „Cheruwimskaja“). Schwester Roswitha, ge¬rührt und dankbar für unsere Darbietung, verabschiedete uns und wünschte uns auch wei¬terhin eine gute Reise.

Ein kurzer Zwischenstopp bei Kaffee und Kuchen ließ uns ganz gut mit der Mittagsmüdigkeit zurechtkommen. Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Weingut „Roland Staudt“ in Sulz¬feld. Eingedenk unserer Erfahrungen mit einem verunglückten Auftritt bei unserem letzten Besuch hier, wussten wir es diesmal besser, und nahmen mit einem kurzen Gesangsauftritt sogleich die Wirtsleute für uns ein. Was passte hier wohl besser als unsere Weinlieder vom Vormittag. Als Dank begann sogleich ein riesiger Pokal unter den Sängern zu kreisen und damit war für einen einstimmenden Schluck gesorgt.

Wer auf dem Schwanberg beim Kuchen richtig zugelangt hatte, rieb sich sicher beim anschließenden Abendessen die Augen, angesichts der deftigen Brotzeitplatte die hier als erstes ser¬viert wurde. Wer sich partout nicht mit dicken Backen durch die immerhin liebevoll vorberei¬teten Portionen kämpfen konnte, dem wurde doch zumindest mit einer Rolle Alufolie die Verpackung einer guten Wegzehrung ermöglicht.

Alsbald begann nun Roland Staudt mit seiner fachmännisch geführten Weinverkostung. Wohl wissend, welche Wirkung sein göttliches Getränk bald haben würde, packte er viel Wissenswertes zum Wein in die ersten Runden seines Vortrages, während mit der Aufmerksamkeit der Gästen später auch die Informationsdichte angemessen abnahm. Dennoch waren wir ein aufgewecktes und interessiertes Publikum, zahlreiche Fragen zeugten auch von unserem Sachverstand als Wein-Genießer.

Etliche aus unserer lustigen Truppe waren am Ende so begeistert, dass sie sich sofort eine erweiterte Probe mit nach Hause nehmen wollten. Die Staudt’s waren gerüstet und wer wollte, konnte seine Kiste gleich in den Bus packen.

Am Ende waren alle bis auf den Busfahrer Weinselig begeistert, es wurde Zeit die Heimreise anzutreten. Laut ging es zu auf dieser Fahrt und lustig, Witze wurden gerissen und Geschich¬ten ausgetauscht. Also langweilig war die Heimfahrt gewiss nicht, was uns dann auch der Busfahrer bestätigen konnte.

Rundum zufrieden und mit etwas Wehmut, dass ein so schöner Tag schon wieder zu Ende sein sollte, verabschiedeten wir uns. Der Busfahrer, ein ausgesprochener Weinliebhaber, bekam eine kleine Entschädigung in Form von Weißburgunder und Riesling. Wir dankten Rainer und Roland für diesen gelungenen Ausflug, die perfekte arbeitsteilige Organisation und die tolle Atmosphäre die sie unter den Teilneh¬mern geschaffen hatten. Mein Dank geht auch an Catrin für ihren Quizbeitrag. Dank an die Lisl für die Fachberatung zur Communität. Es war wunderbar und alle Stimmen, die ich gehört habe, bestätigen das. Also noch einmal ein ganz herzliches und riesengroßes Dankeschön an alle die mitgewirkt haben, nicht zuletzt auch für die Idee mit dem genialen MultifunktionsKugelschreiber.