
Vom
31.07.2006 im Lokalteil „Roth Stadt und Land“
Extra für Damen Lied
komponiert
„Mir san vom Woid dahoam'' wurde mit
viel Beifall belohnt
ROTH Um es von vorneweg auf den Punkt
zu bringen: Es war ein prächtiger Konzertabend. Da stimmte
einfach alles: das Ambiente die Leistung, die Moderation, das Wetter
und die Stimmung. Der Liederabend, der vom gastgebenden
Männergesangverein Germania Roth unter der Leitung von Günther
Fink im idyllischen Hof des Schlosses Ratibor veranstaltet
wurde und bei dem man unter dem Motto „Mir san vom Woid dahoam“
Lieder aus dem Bayerischen Wald präsentierte, geriet zu einem
einmaligen Erlebnis. Am Ende war das Publikum hellauf begeistert von
den Darbietungen der Germania, des Frauenchors aus Tittling und des
Claus Raumberger Ensembles. Das musste man sich auf der
Zunge zergehen lassen: ein Vorsitzender, der auf sächsisch das
Publikum begrüßte und sich königlich freute, weil man
mit dem gewaltigen Zuhörerandrang locker den Schlosshofspielern
Konkurrenz machen konnte, eine witzig humorvolle Chorleiterin aus
Tittling, die nicht hinter dem Berg hielt mit ihrem Woidler Dialekt,
ein fränkischer Männergesangverein und ein Moderator
(Reinhold Marino), der auf münchnerisch die Rother und die
Tittlinger gleichermaßen derbleckte. Wenn das kein
multi kultureller Abend war!
Marino berichtete
augenzwinkernd, dass die Germania im Bayerischen Wald zum
„Intensivsprachkurs" weilte. Er bemühte sich nach
Kräften, den für fränkische Ohren so ungewohnten
Woidler Dialekt zu „dolmetschen" und die
überraschende Poesie vieler Woidler Lieder herauszustellen.
Nur bei einem Liedvers, da hatte selbst der sonst so redegewandte
Reinhold ein Problem bei der wörtlichen Übersetzung: "Wanns
Dirndei ausm Brunnerl trinkt, dann wern die Zitzei nass." Das
verstand das Rother Publikum auch ohne Dolmetscher, und die Gaudi war
entsprechend groß.
Die gastgebende Germania verstand es
prächtig, die Lieder aus dem Bayerischen Wald möglichst
authentisch" zu singen. Bei ihrem Besuch im Niederbayerischen
war dem MGV schon von den "Einheimischen" bestätigt
worden, dass sein „Woidler Slang" nahezu perfekt war. Auch
beim Freiluftkonzert in Roth bestätigten ihnen die Mädels
vom Frauenchor des Liederkranzes Tittling, dass sich die intensiven
Proben gelohnt hatten. Es klappte alles bestens. Dazu hatte
Chorleiter Fink, der auch die Gesamtleitung Übernommen hatte,
den entscheidenden Anteil übernommen. Der Chorleiter (Marino:
"Unser Karajan vom Schleifweg), Arrangeur, Dirigent, Musiker und
Komponist hatte sämtliche Männerchorsätze und
Musikarrangements geschrieben. Sie stammten aus den Aufzeichnungen
eines niederbayerischen Hochzeitsladers aus dem Jahr 1938. Extra für
die Damen aus Tittling hatte Fink einen „Tittlinger Landler"
geschrieben.
Der Tittlinger Liederkranz besteht seit 123 Jahren,
die Germania seit 117. Gesungen haben die „Buben" von der
Germania aber wie die Jungen. Vor allem, als sie die Hymne des
Bayerwaldes, "Mir san vom Woid dahoam", anstimmten, da
grinsten die Mädels aus Tittling und sangen den Text gleich
mit.
Einer der großen Höhepunkte des Abends war gleich
der dritte Titel: Beim „Jodler“ aus der Gegend um
Frauenau zeigte sich die Klasse der Germania, die mit ruhigen,
mehrstimmig vorgetragenen Liedern Gänsehaut erzeugte.
„Ihr
müsst strahlen!", raunte Gerdi Weinberger, die
energiegeladene Leiterin des Frauenchors des Liederkranzes Tittling,
ihren Mädels zu, als man die Bühne betrat. Das taten denn
auch die Sängerinnen mit einer umwerfenden Natürlichkeit
und bestachen durch lupenreine Vorträge.
Man spürte
förmlich die Herzlichkeit, die zwischen den beiden Chören
besteht. Dass "die Weinbergerin" (Marino) nicht auf den
Mund gefallen ist, bewies sie mehrfach durch kabarettreife
Ansagen.
Auch das Claus Raumberger Ensemble sorgte mit
schmissigen Weisen für Begeisterung beim Publikum. Claus
Raumberger (C Klarinette), Heinz Horst (B Klarinette), Egon
Lenitschek (Akkordeon) und Günther Fink (Gitarre) spielten
flotte Instrumentaltitel. (ROBERT UNTERBURGER)


vom
27.07.2006,
ROTH (un) - Am Samstag, 29. Juli, 20 Uhr, veranstaltet der
Männergesangverein Germania Roth im Innenhof des Schlosses
Ratibor ein ungewöhnliches Chorkonzert. Unter dem Motto "Mir
san vom Woid dahoam'' präsentiert er Lieder aus dem Bayerischen
Wald.
Weitere Mitwirkende sind der Frauenchor des Liederkranzes
Tittling unter der Leitung von Gerdi Weinberger und das Claus
Raumberger-Ensemble unter der Leitung von Claus Raumberger. Die
Gesamtleitung hat Chorleiter Günther Fink, der auch das
Einstudieren übernommen hat.
Kontakte bei Ausflug
Beim jüngsten Vereinsausflug in den
Bayerischen Wald knüpfte der MGV Germania Roth freundschaftliche
Bande zu Chören des Bayerischen Waldes und trat auch dort
während eines Liederabends mit Liedern vom Bayerischen Wald auf.
Da die Zuhörer begeistert waren, beschlossen Günther Fink
und seine Mannen, unter dem Motto „Mir san vom Woid dahoam“
ein eigenes Programm einzustudieren.
Alle Männerchorsätze
und Musikarrangements schrieb Günther Fink. Sie stammen
ursprünglich aus den Aufzeichnungen , eines niederbayerischen
Hochzeitsladers aus dem Jahre 1938.
Urwüchsiger Dialekt
Die Zuhörer können sich auf
sehr poetische Lieder freuen, die alle im urwüchsigen Dialekt
der Waidler vorgetragen werden. Neben Liedern wie „Mir san vom
Woid dahoam“ oder „Hintn ba da Stodltür“ oder
„Der Tubakl“ bietet der MGV Germania Roth auch Lieder,
die bei uns kaum jemand kennt.

Vom
17.06.2006
Gemeinsam auf der
Bühne
Männergesangsverein Germania
reiste in die Partnerstadt
ROTH/REGEN (rhv) -
Der Männergesangsverein Germania und die Lieder-Tafel Regen
haben gemeinsam die Inselkonzertreihe im Regener Stadtpark
eröffnet.
Der diesjährige Vereinsausflug hatte die
Sänger der Germania und ihre Angehörigen in den Bayerischen
Wald und in die Rother Partnerstadt Regen geführt. Dies war die
erste Kontaktaufnahme eines Rother Chores mit Chören aus dem
Bayerischen Wald.
Bibliothek und Glasmuseum
Während ihres Besuches
besichtigten die Rother die Benediktiner-Abtei Metten, in der Frater
Joachim den Gästen die alte barocke Bibliothek und die Kirche
des 1624 erbauten Klosters vorstellte. In der Glashütte Köck
nahmen die Sänger an einer Glasbläservorführung teil
und besuchten das Glasmuseum in Frauenau.
Auf dem Programm stand
auch eine gemeinsame Chorprobe mit dem Tittlinger Frauenchor, bei der
mehrere Lieder für den gemeinsamen Auftritt im Juli einstudiert
wurden. Am Samstag, 29. Juli, werden die Chöre im Schlosshof von
Schloss Ratibor gemeinsam auf der Bühne stehen.
In der Partnerstadt Regen eröffneten die Sänger der
Germania und der Lieder-Tafel Regen die Inselkonzertreihe im
Kur-Pavillon im Regener Stadtpark. Bürgermeister Walter Fritz
eröffnete mit einem Grußwort die gemeinsame Chor-Matinee
und bedankte sich bei den Franken für die Teilnahme am ersten
Kulturaustausch im sängerischen Bereich.
Und mit dem in
Originalsprache vorgetragenen alten Woidler-Lied "Mir san vom
Woid dahoam'' sangen sich die Gäste endgültig in die Herzen
der Einheimischen.

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Vom
13.06.2006
Stimmgewaltige Paten
Regen
(bb). Der dreitägige Jahresausflug des Männergesangvereins
"Germania" aus Roth, der Patenstadt von Regen, führte
dieses Jahr in den Bayerischen Wald. Von March aus erkundete der
Verein die Umgebung, von Niederaltaich bis Frauenau, und nahm
Verbindung auf zum Frauenchor in Tittling. Gemeinsam mit diesen
Sängerinnen wollen die Rother am 29. Juli ihr Sommerkonzert
unter dem Motto "Lieder aus dem Bayerischen Wald"
gestalten. Auch bei ihrem Ausflug in den Bayerischen Wald hatten die
Rother Germanen ihre Liederbücher und ihre einheitliche
Konzertkleidung im Gepäck. Nicht umsonst: Denn mit der
Liedertafel Regen haben die Sänger unter der Leitung von Günther
Fink einen Teil der Sonntagsmatinee im Kurpark-Pavillon bestritten.
Damit haben sie zugleich die diesjährige Reihe der Inselkonzerte
eingeläutet. Es erklangen Lieder vom Norden Deutschlands bis in
den Süden, wobei dieser fränkische Männerchor mit viel
Einfühlungsvermögen auch waldlerische Mundartlieder darbot.
Dafür bekamen sie besonders viel Applaus. Bei der Liedertafel
Regen unter der Leitung von Clemens Pflaum überzeugte vor allem
die Sopranistin Sonja Kißlinger.
