vom 1. Juli 2009 als Download

 

 

 


Vom 31.07.2006 im Lokalteil „Roth Stadt und Land“

Extra für Damen Lied komponiert
„Mir san vom Woid dahoam'' wurde mit viel Beifall belohnt
ROTH   Um es von vorneweg auf den Punkt zu bringen: Es war ein prächtiger Konzertabend. Da stimmte einfach alles: das Ambiente die Leistung, die Moderation, das Wetter und die Stimmung. Der Liederabend, der vom gastgebenden Männergesangverein Germania Roth unter der Leitung von Günther Fink im idyllischen Hof des Schlosses Ratibor  veranstaltet wurde und bei dem man unter dem Motto „Mir san vom Woid dahoam“ Lieder aus dem Bayerischen Wald präsentierte, geriet zu einem einmaligen Erlebnis. Am Ende war das Publikum hellauf begeistert von den Darbietungen der Germania, des Frauenchors aus Tittling und des Claus Raumberger Ensembles. Das musste man sich auf der Zunge zergehen lassen: ein Vorsitzender, der auf sächsisch das Publikum begrüßte und sich königlich freute, weil man mit dem gewaltigen Zuhörerandrang locker den Schlosshofspielern Konkurrenz machen konnte, eine witzig humorvolle Chorleiterin aus Tittling, die nicht hinter dem Berg hielt mit ihrem Woidler Dialekt, ein fränkischer Männergesangverein und ein Moderator (Reinhold Marino), der auf münchnerisch die Rother und die Tittlinger gleichermaßen derbleckte. Wenn das kein multi kultureller Abend war!
Marino berichtete augenzwinkernd, dass die Germania im Bayerischen Wald zum „Intensivsprachkurs" weilte. Er bemühte sich nach Kräften, den für fränkische Ohren so ungewohnten Woidler Dialekt zu „dolmetschen" und die überraschende Poesie vieler Woidler Lieder herauszustellen. Nur bei einem Liedvers, da hatte selbst der sonst so redegewandte Reinhold ein Problem bei der wörtlichen Übersetzung: "Wanns Dirndei ausm Brunnerl trinkt, dann wern die Zitzei nass." Das verstand das Rother Publikum auch ohne Dolmetscher, und die Gaudi war entsprechend groß.
Die gastgebende Germania verstand es prächtig, die Lieder aus dem Bayerischen Wald möglichst authentisch" zu singen. Bei ihrem Besuch im Niederbayerischen war dem MGV schon von den "Einheimischen" bestätigt worden, dass sein „Woidler Slang" nahezu perfekt war. Auch beim Freiluftkonzert in Roth bestätigten ihnen die Mädels vom Frauenchor des Liederkranzes Tittling, dass sich die intensiven Proben gelohnt hatten. Es klappte alles bestens. Dazu hatte Chorleiter Fink, der auch die Gesamtleitung Übernommen hatte, den entscheidenden Anteil übernommen. Der Chorleiter (Marino: "Unser Karajan vom Schleifweg), Arrangeur, Dirigent, Musiker und Komponist hatte sämtliche Männerchorsätze und Musikarrangements geschrieben. Sie stammten aus den Aufzeichnungen eines niederbayerischen Hochzeitsladers aus dem Jahr 1938. Extra für die Damen aus Tittling hatte Fink einen „Tittlinger Landler" geschrieben.
Der Tittlinger Liederkranz besteht seit 123 Jahren, die Germania seit 117. Gesungen haben die „Buben" von der Germania aber wie die Jungen. Vor allem, als sie die Hymne des Bayerwaldes, "Mir san vom Woid dahoam", anstimmten, da grinsten die Mädels aus Tittling und sangen den Text gleich mit.
Einer der großen Höhepunkte des Abends war gleich der dritte Titel: Beim „Jodler“ aus der Gegend um Frauenau zeigte sich die Klasse der Germania, die mit ruhigen, mehrstimmig vorgetragenen Liedern Gänsehaut erzeugte.
„Ihr müsst strahlen!", raunte Gerdi Weinberger, die energiegeladene Leiterin des Frauenchors des Liederkranzes Tittling, ihren Mädels zu, als man die Bühne betrat. Das taten denn auch die Sängerinnen mit einer umwerfenden Natürlichkeit und bestachen durch lupenreine Vorträge.
Man spürte förmlich die Herzlichkeit, die zwischen den beiden Chören besteht. Dass "die Weinbergerin" (Marino) nicht auf den Mund gefallen ist, bewies sie mehrfach durch kabarettreife Ansagen.
Auch das Claus Raumberger Ensemble sorgte mit schmissigen Weisen für Begeisterung beim Publikum. Claus Raumberger (C Klarinette), Heinz Horst (B Klarinette), Egon Lenitschek (Akkordeon) und Günther Fink (Gitarre) spielten flotte Instrumentaltitel. (ROBERT UNTERBURGER)







vom 27.07.2006,

ROTH (un) - Am Samstag, 29. Juli, 20 Uhr, veranstaltet der Männergesangverein Germania Roth im Innenhof des Schlosses Ratibor ein ungewöhnliches Chorkonzert. Unter dem Motto "Mir san vom Woid dahoam'' präsentiert er Lieder aus dem Bayerischen Wald.
Weitere Mitwirkende sind der Frauenchor des Liederkranzes Tittling unter der Leitung von Gerdi Weinberger und das Claus Raumberger-Ensemble unter der Leitung von Claus Raumberger. Die Gesamtleitung hat Chorleiter Günther Fink, der auch das Einstudieren übernommen hat.

Kontakte bei Ausflug
Beim jüngsten Vereinsausflug in den Bayerischen Wald knüpfte der MGV Germania Roth freundschaftliche Bande zu Chören des Bayerischen Waldes und trat auch dort während eines Liederabends mit Liedern vom Bayerischen Wald auf. Da die Zuhörer begeistert waren, beschlossen Günther Fink und seine Mannen, unter dem Motto „Mir san vom Woid dahoam“ ein eigenes Programm einzustudieren.
Alle Männerchorsätze und Musikarrangements schrieb Günther Fink. Sie stammen ursprünglich aus den Aufzeichnungen , eines niederbayerischen Hochzeitsladers aus dem Jahre 1938.

Urwüchsiger Dialekt
Die Zuhörer können sich auf sehr poetische Lieder freuen, die alle im urwüchsigen Dialekt der Waidler vorgetragen werden. Neben Liedern wie „Mir san vom Woid dahoam“ oder „Hintn ba da Stodltür“ oder „Der Tubakl“ bietet der MGV Germania Roth auch Lieder, die bei uns kaum jemand kennt.




Vom 17.06.2006

Gemeinsam auf der Bühne
Männergesangsverein Germania reiste in die Partnerstadt
ROTH/REGEN (rhv) - Der Männergesangsverein Germania und die Lieder-Tafel Regen haben gemeinsam die Inselkonzertreihe im Regener Stadtpark eröffnet.
Der diesjährige Vereinsausflug hatte die Sänger der Germania und ihre Angehörigen in den Bayerischen Wald und in die Rother Partnerstadt Regen geführt. Dies war die erste Kontaktaufnahme eines Rother Chores mit Chören aus dem Bayerischen Wald.

Bibliothek und Glasmuseum
Während ihres Besuches besichtigten die Rother die Benediktiner-Abtei Metten, in der Frater Joachim den Gästen die alte barocke Bibliothek und die Kirche des 1624 erbauten Klosters vorstellte. In der Glashütte Köck nahmen die Sänger an einer Glasbläservorführung teil und besuchten das Glasmuseum in Frauenau.
Auf dem Programm stand auch eine gemeinsame Chorprobe mit dem Tittlinger Frauenchor, bei der mehrere Lieder für den gemeinsamen Auftritt im Juli einstudiert wurden. Am Samstag, 29. Juli, werden die Chöre im Schlosshof von Schloss Ratibor gemeinsam auf der Bühne stehen.

In der Partnerstadt Regen eröffneten die Sänger der Germania und der Lieder-Tafel Regen die Inselkonzertreihe im Kur-Pavillon im Regener Stadtpark. Bürgermeister Walter Fritz eröffnete mit einem Grußwort die gemeinsame Chor-Matinee und bedankte sich bei den Franken für die Teilnahme am ersten Kulturaustausch im sängerischen Bereich.
Und mit dem in Originalsprache vorgetragenen alten Woidler-Lied "Mir san vom Woid dahoam'' sangen sich die Gäste endgültig in die Herzen der Einheimischen.





Vom 13.06.2006

Stimmgewaltige Paten
Regen (bb). Der dreitägige Jahresausflug des Männergesangvereins "Germania" aus Roth, der Patenstadt von Regen, führte dieses Jahr in den Bayerischen Wald. Von March aus erkundete der Verein die Umgebung, von Niederaltaich bis Frauenau, und nahm Verbindung auf zum Frauenchor in Tittling. Gemeinsam mit diesen Sängerinnen wollen die Rother am 29. Juli ihr Sommerkonzert unter dem Motto "Lieder aus dem Bayerischen Wald" gestalten. Auch bei ihrem Ausflug in den Bayerischen Wald hatten die Rother Germanen ihre Liederbücher und ihre einheitliche Konzertkleidung im Gepäck. Nicht umsonst: Denn mit der Liedertafel Regen haben die Sänger unter der Leitung von Günther Fink einen Teil der Sonntagsmatinee im Kurpark-Pavillon bestritten. Damit haben sie zugleich die diesjährige Reihe der Inselkonzerte eingeläutet. Es erklangen Lieder vom Norden Deutschlands bis in den Süden, wobei dieser fränkische Männerchor mit viel Einfühlungsvermögen auch waldlerische Mundartlieder darbot. Dafür bekamen sie besonders viel Applaus. Bei der Liedertafel Regen unter der Leitung von Clemens Pflaum überzeugte vor allem die Sopranistin Sonja Kißlinger.